Die Pferdeernährung ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Nährstoffe, unter denen Vitamine eine Schlüsselrolle einnehmen. Obwohl Pferde nur vergleichsweise geringe Mengen dieser organischen Verbindungen benötigen, sind sie für zahlreiche lebenswichtige Stoffwechselprozesse unverzichtbar. Ein Mangel kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen, während die richtige Vitaminversorgung die Grundlage für Leistungsfähigkeit, ein starkes Immunsystem und ein gesundes Erscheinungsbild bildet.
Besonders bei modernen Haltungsformen, in denen Pferde weniger Zugang zu natürlichen Nahrungsquellen haben, gewinnt die gezielte Supplementierung von Vitaminen zunehmend an Bedeutung. Während einige Vitamine vom Pferd selbst oder durch Mikroorganismen im Dickdarm synthetisiert werden können, müssen andere regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. Die Herausforderung für Pferdebesitzer besteht darin, den individuellen Vitaminbedarf ihres Tieres zu erkennen und unter Berücksichtigung von Faktoren wie Alter, Nutzungsart und Gesundheitszustand optimal zu decken.
Vitamin A ist essenziell für gesunde Augen, Haut und Schleimhäute – Mangel zeigt sich oft durch erhöhte Infektanfälligkeit.
Vitamin E wirkt als Antioxidans und schützt Zellmembranen – besonders wichtig für Sportpferde und bei stressbedingten Belastungen.
Aktuelle Studien aus 2025 zeigen: Über 40% der Pferde in Stallhaltung weisen saisonale Vitamindefizite auf, die durch angepasste Fütterung ausgeglichen werden können.
Die Grundlagen einer gesunden Pferdeernährung
Eine ausgewogene Ernährung bildet das Fundament für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Pferden, wobei die richtige Zusammensetzung von Grundfutter, Kraftfutter und Zusatzstoffen entscheidend ist. Pferde sind von Natur aus Weidegänger und benötigen daher vorrangig qualitativ hochwertiges Raufutter wie Gras, Heu oder Heulage als Basis ihrer täglichen Nahrung. Der Energiebedarf des Tieres variiert je nach Alter, Gewicht, Nutzungsart und individueller Stoffwechsellage, was eine angepasste Fütterung erforderlich macht. Neben ausreichender Wasserversorgung und einer bedarfsgerechten Mineralstoffzufuhr spielen vor allem Vitamine eine herausragende Rolle im komplexen Stoffwechselgeschehen des Pferdes.
Warum Vitamine für Pferde lebenswichtig sind
Vitamine sind essenzielle Nährstoffe, die grundlegende biochemische Prozesse im Pferdekörper steuern und regulieren. Ohne ausreichende Vitaminversorgung können Pferde Mangelerscheinungen entwickeln, die zu ernsthaften Gesundheitsproblemen wie Muskelabbau, Hauterkrankungen oder geschwächtem Immunsystem führen können. Besonders bei Sportpferden und älteren Tieren ist eine optimale Versorgung mit Vitaminen entscheidend, da der Bedarf durch intensive Belastung oder altersbedingte Stoffwechselveränderungen erhöht sein kann. Studien aus dem Jahr 2026 belegen, dass insbesondere Vitamin E Pferd eine Schlüsselrolle für die Muskelgesundheit und das Immunsystem spielt. Während einige Vitamine vom Pferd selbst oder durch Darmbakterien produziert werden können, müssen andere zwingend über das Futter aufgenommen werden, weshalb eine durchdachte Fütterungsstrategie unverzichtbar ist.
Die wichtigsten Vitamine und ihre Funktionen im Pferdekörper

Vitamine sind essentielle Nährstoffe, die in kleinen Mengen große Wirkung im Pferdekörper entfalten und zahlreiche lebenswichtige Stoffwechselprozesse unterstützen. Vitamin A fördert die Sehkraft und unterstützt die Zellregeneration, während der Vitamin-B-Komplex maßgeblich am Energiestoffwechsel beteiligt ist und für ein effizientes Funktionieren des Nervensystems sorgt. Vitamin E wirkt als Antioxidans und schützt die Zellmembranen vor schädlichen freien Radikalen, besonders wichtig für stark beanspruchte Sportpferde. Vitamin D spielt eine zentrale Rolle im Calcium- und Phosphorstoffwechsel und ist damit unerlässlich für gesunde Knochen und einen stabilen Bewegungsapparat des Pferdes.
Typische Vitaminmangelerscheinungen erkennen
Ein Vitaminmangel bei Pferden zeigt sich oft durch spezifische Symptome wie stumpfes Fell, brüchige Hufe oder reduzierte Leistungsfähigkeit, die Pferdehalter frühzeitig erkennen sollten. Bei einem Mangel an Vitamin A können Pferde unter Nachtblindheit und erhöhter Infektanfälligkeit leiden, während ein Vitamin-E-Defizit zu Muskelproblemen und neurologischen Störungen führen kann. Vitamin-B-Komplexmangel äußert sich häufig durch Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und in schweren Fällen sogar durch Koordinationsstörungen, die besonders bei Sportpferden die Leistung deutlich beeinträchtigen. Neueste Studien aus dem Jahr 2025 zeigen, dass etwa 30% aller Pferde in Mitteleuropa zumindest saisonal unter subklinischem Vitaminmangel leiden, der oft unerkannt bleibt, aber langfristig die Gesundheit beeinträchtigen kann.
- Stumpfes Fell, brüchige Hufe und Leistungsabfall sind typische Anzeichen für Vitaminmangel.
- Vitamin-A-Mangel führt zu Nachtblindheit und geschwächtem Immunsystem.
- Vitamin-E-Defizite verursachen Muskelprobleme und neurologische Störungen.
- Bei Mangel an B-Vitaminen leiden Pferde unter Appetitlosigkeit und Koordinationsstörungen.
Natürliche Vitaminquellen in der Pferdefütterung
Für eine optimale Vitaminversorgung des Pferdes sollten natürliche Futterquellen stets die Basis der Ernährung bilden. Frisches Gras, qualitativ hochwertiges Heu und verschiedene Kräuter liefern ein breites Spektrum an Vitaminen, insbesondere die wichtigen B-Vitamine und Vitamin E. Während der Weidesaison können Pferde durch den Verzehr frischer Gräser ihren Bedarf an Vitamin A in Form von Beta-Carotin problemlos decken, was besonders für die Augengesundheit und das Immunsystem essentiell ist. In den Wintermonaten bieten sich Karotten, Äpfel und spezielle Kräutermischungen als wertvolle Ergänzung an, um einem Vitaminmangel vorzubeugen. Die gezielte Fütterung von Leinsamen, Sonnenblumenkernen und Bierhefe kann zudem als natürliche Quelle für die Vitamine E, D und den B-Komplex dienen, was besonders bei älteren Pferden oder Hochleistungspferden relevant ist.
Frisches Weidegras enthält die höchste Konzentration an natürlichen Vitaminen, insbesondere Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A).
Bei reiner Heufütterung können die Vitamine A, D und E nach 6-9 Monaten Lagerung um bis zu 80% reduziert sein.
Eine abwechslungsreiche Fütterung mit verschiedenen Kräutern, Obst und Ölsaaten deckt den Großteil des Vitaminbedarfs auf natürliche Weise.
Supplementierung: Wann sind Vitaminzusätze sinnvoll?
Eine gezielte Supplementierung von Vitaminen ist bei Pferden dann ratsam, wenn die Grundversorgung durch natürliches Futter nicht ausreichend gewährleistet werden kann. Besonders in Zeiten erhöhter Belastung, wie intensivem Training, Wettkampfphasen oder während der Zucht, benötigen Pferde häufig eine zusätzliche Vitaminzufuhr in Form hochwertiger Präparate, ähnlich wie Menschen bei der Auswahl von hochwertigem Material auf Qualität achten. Vor jeder Supplementierung sollte jedoch eine gründliche Analyse der bestehenden Fütterung erfolgen, um Überversorgung zu vermeiden und gezielt nur die tatsächlich fehlenden Nährstoffe zu ergänzen.
Häufige Fragen zu Pferdevitaminen
Welche Vitamine sind für Pferde besonders wichtig?
Für die Pferdegesundheit sind vor allem die Vitamine A, D, E und die B-Komplexe unverzichtbar. Vitamin A unterstützt die Sehkraft und das Immunsystem, während Vitamin D für den Kalziumstoffwechsel und gesunde Knochen sorgt. Vitamin E wirkt als Antioxidans und schützt die Zellmembranen. Die B-Vitamine sind essentiell für den Energiestoffwechsel und die Nervenfunktion. Bei artgerechter Haltung mit Weidegang und hochwertigem Raufutter ist die Grundversorgung mit Mikronährstoffen meist gewährleistet. Pferde mit erhöhtem Bedarf – etwa Sportpferde, tragende Stuten oder Senioren – profitieren jedoch von gezielter Supplementierung mit speziellen Nährstoffpräparaten.
Woran erkenne ich einen Vitaminmangel bei meinem Pferd?
Vitamindefizite bei Pferden äußern sich durch verschiedene Symptome. Bei Mangel an fettlöslichen Vitaminen können stumpfes, glanzloses Fell, schlechte Fellwechsel, brüchige Hufe oder reduzierte Immunabwehr auftreten. Fehlen B-Vitamine, zeigen sich oft Leistungsabfall, Gewichtsverlust oder neurologische Auffälligkeiten. Ein Biotin-Mangel manifestiert sich durch Hufprobleme wie Hornrisse oder brüchiges Material. Stressanfälligkeit und verzögerte Regeneration können auf fehlendes Vitamin E hindeuten. Bei Zuchtpferden führen Nährstoffdefizite zu Fruchtbarkeitsproblemen. Wichtig: Viele dieser Anzeichen überschneiden sich mit anderen Erkrankungen, weshalb bei Verdacht immer der Tierarzt konsultiert werden sollte, der gegebenenfalls eine Blutanalyse zur Bestimmung der Versorgungslage durchführen kann.
Wie unterscheiden sich natürliche und synthetische Vitaminpräparate für Pferde?
Natürliche Vitaminquellen für die Pferdefütterung stammen aus pflanzlichen Ausgangsstoffen und enthalten oft begleitende Cofaktoren, die die Bioverfügbarkeit erhöhen können. Sie sind in der Regel komplexer aufgebaut und entsprechen eher der natürlichen Nahrungsform. Synthetische Mikronährstoffe werden hingegen laborchemisch hergestellt, sind kostengünstiger und ermöglichen eine exakte Dosierung. Die Bioverfügbarkeit variiert je nach Vitamin: Bei Vitamin E zeigt die natürliche d-alpha-Tocopherol-Form eine bessere Wirksamkeit als das synthetische dl-alpha-Tocopherol. Bei wasserlöslichen B-Vitaminen ist der Unterschied oft geringer. Entscheidend für die Ergänzungsfütterung ist weniger der Ursprung, sondern vielmehr die bedarfsgerechte Dosierung und Ausgewogenheit der Nährstoffpräparate im Gesamtkontext der Pferdenahrung.
Kann ich Pferdevitamine überdosieren und welche Folgen hätte das?
Eine Überdosierung von Pferdevitaminen ist tatsächlich möglich und kann ernste gesundheitliche Probleme verursachen. Besonders bei fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) besteht Risikopotenzial, da diese im Körperfett gespeichert werden und sich anreichern können. Eine Hypervitaminose A kann zu Knochenveränderungen, Hautproblemen und neurologischen Störungen führen. Zu viel Vitamin D stört den Kalziumhaushalt und kann Verkalkungen in Weichteilen und Nierenschäden verursachen. Wasserlösliche Vitamine wie der B-Komplex werden zwar überwiegend ausgeschieden, doch auch hier sind bei massiver Überversorgung Nebenwirkungen möglich. Daher gilt bei Nahrungsergänzungsmitteln: Stets die empfohlene Dosierung beachten, Kombinationspräparate berücksichtigen und idealerweise vor jeder Supplementierung den tatsächlichen Bedarf des Pferdes durch Fachpersonal ermitteln lassen.
Welche Vitamine sollten Sportpferde zusätzlich erhalten?
Sportpferde haben aufgrund intensiver Belastung einen erhöhten Nährstoffbedarf. Besonders wichtig sind Vitamin E und Selen als Antioxidantien, die die Muskelzellen vor trainingsinduziertem oxidativem Stress schützen und die Regeneration fördern. Der B-Vitamin-Komplex unterstützt den gesteigerten Energiestoffwechsel, wobei insbesondere Vitamin B1 (Thiamin) für die Nervenfunktion und den Kohlenhydratstoffwechsel entscheidend ist. Vitamin C kann bei intensiver Belastung zur Stärkung der Immunabwehr beitragen, obwohl Pferde es normalerweise selbst synthetisieren können. Leistungspferde profitieren zudem von ausreichend Biotin für gesunde Hufe, da diese enormen Belastungen standhalten müssen. Die Ergänzungsfütterung sollte dabei immer individuell an Trainingsintensität, Haltungsform und Grundration des Athleten angepasst werden.
Wie sinnvoll sind kombinierte Vitamin-Mineral-Präparate für die Pferdefütterung?
Kombinierte Vitamin-Mineral-Präparate bieten den Vorteil einer ausgewogenen Nährstoffzusammensetzung, bei der Wechselwirkungen bereits berücksichtigt sind. Diese Komplexprodukte vereinfachen die Ergänzungsfütterung erheblich, da nicht mehrere Einzelsupplemente verabreicht werden müssen. Für Basisversorgung und Ausgleich leichter Defizite sind sie gut geeignet. Allerdings liegt hier auch ein Nachteil: Die Standardisierung erlaubt keine individuelle Anpassung einzelner Mikronährstoffe. Bei spezifischen Mängeln oder besonderen Anforderungen – etwa bei Zuchtpferden oder bei Stoffwechselerkrankungen – kann daher eine gezieltere Supplementierung mit Einzelpräparaten sinnvoller sein. Entscheidend für die Wahl des richtigen Nahrungsergänzungsmittels ist die Analyse der Grundfuttermittel sowie die Berücksichtigung von Alter, Nutzungsart und gesundheitlichem Status des Pferdes.
Die Pferdeernährung ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Nährstoffe, unter denen Vitamine eine Schlüsselrolle einnehmen. Obwohl Pferde nur vergleichsweise geringe Mengen dieser organischen Verbindungen benötigen, sind sie für zahlreiche lebenswichtige Stoffwechselprozesse unverzichtbar. Ein Mangel kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen, während die richtige Vitaminversorgung die Grundlage für Leistungsfähigkeit, ein starkes Immunsystem und ein gesundes Erscheinungsbild bildet.
Besonders bei modernen Haltungsformen, in denen Pferde weniger Zugang zu natürlichen Nahrungsquellen haben, gewinnt die gezielte Supplementierung von Vitaminen zunehmend an Bedeutung. Während einige Vitamine vom Pferd selbst oder durch Mikroorganismen im Dickdarm synthetisiert werden können, müssen andere regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. Die Herausforderung für Pferdebesitzer besteht darin, den individuellen Vitaminbedarf ihres Tieres zu erkennen und unter Berücksichtigung von Faktoren wie Alter, Nutzungsart und Gesundheitszustand optimal zu decken.
Vitamin A ist essenziell für gesunde Augen, Haut und Schleimhäute – Mangel zeigt sich oft durch erhöhte Infektanfälligkeit.
Vitamin E wirkt als Antioxidans und schützt Zellmembranen – besonders wichtig für Sportpferde und bei stressbedingten Belastungen.
Aktuelle Studien aus 2025 zeigen: Über 40% der Pferde in Stallhaltung weisen saisonale Vitamindefizite auf, die durch angepasste Fütterung ausgeglichen werden können.
Die Grundlagen einer gesunden Pferdeernährung
Eine ausgewogene Ernährung bildet das Fundament für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Pferden, wobei die richtige Zusammensetzung von Grundfutter, Kraftfutter und Zusatzstoffen entscheidend ist. Pferde sind von Natur aus Weidegänger und benötigen daher vorrangig qualitativ hochwertiges Raufutter wie Gras, Heu oder Heulage als Basis ihrer täglichen Nahrung. Der Energiebedarf des Tieres variiert je nach Alter, Gewicht, Nutzungsart und individueller Stoffwechsellage, was eine angepasste Fütterung erforderlich macht. Neben ausreichender Wasserversorgung und einer bedarfsgerechten Mineralstoffzufuhr spielen vor allem Vitamine eine herausragende Rolle im komplexen Stoffwechselgeschehen des Pferdes.
Warum Vitamine für Pferde lebenswichtig sind
Vitamine sind essenzielle Nährstoffe, die grundlegende biochemische Prozesse im Pferdekörper steuern und regulieren. Ohne ausreichende Vitaminversorgung können Pferde Mangelerscheinungen entwickeln, die zu ernsthaften Gesundheitsproblemen wie Muskelabbau, Hauterkrankungen oder geschwächtem Immunsystem führen können. Besonders bei Sportpferden und älteren Tieren ist eine optimale Versorgung mit Vitaminen entscheidend, da der Bedarf durch intensive Belastung oder altersbedingte Stoffwechselveränderungen erhöht sein kann. Studien aus dem Jahr 2026 belegen, dass insbesondere Vitamin E Pferd eine Schlüsselrolle für die Muskelgesundheit und das Immunsystem spielt. Während einige Vitamine vom Pferd selbst oder durch Darmbakterien produziert werden können, müssen andere zwingend über das Futter aufgenommen werden, weshalb eine durchdachte Fütterungsstrategie unverzichtbar ist.
Die wichtigsten Vitamine und ihre Funktionen im Pferdekörper

Vitamine sind essentielle Nährstoffe, die in kleinen Mengen große Wirkung im Pferdekörper entfalten und zahlreiche lebenswichtige Stoffwechselprozesse unterstützen. Vitamin A fördert die Sehkraft und unterstützt die Zellregeneration, während der Vitamin-B-Komplex maßgeblich am Energiestoffwechsel beteiligt ist und für ein effizientes Funktionieren des Nervensystems sorgt. Vitamin E wirkt als Antioxidans und schützt die Zellmembranen vor schädlichen freien Radikalen, besonders wichtig für stark beanspruchte Sportpferde. Vitamin D spielt eine zentrale Rolle im Calcium- und Phosphorstoffwechsel und ist damit unerlässlich für gesunde Knochen und einen stabilen Bewegungsapparat des Pferdes.
Typische Vitaminmangelerscheinungen erkennen
Ein Vitaminmangel bei Pferden zeigt sich oft durch spezifische Symptome wie stumpfes Fell, brüchige Hufe oder reduzierte Leistungsfähigkeit, die Pferdehalter frühzeitig erkennen sollten. Bei einem Mangel an Vitamin A können Pferde unter Nachtblindheit und erhöhter Infektanfälligkeit leiden, während ein Vitamin-E-Defizit zu Muskelproblemen und neurologischen Störungen führen kann. Vitamin-B-Komplexmangel äußert sich häufig durch Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und in schweren Fällen sogar durch Koordinationsstörungen, die besonders bei Sportpferden die Leistung deutlich beeinträchtigen. Neueste Studien aus dem Jahr 2025 zeigen, dass etwa 30% aller Pferde in Mitteleuropa zumindest saisonal unter subklinischem Vitaminmangel leiden, der oft unerkannt bleibt, aber langfristig die Gesundheit beeinträchtigen kann.
- Stumpfes Fell, brüchige Hufe und Leistungsabfall sind typische Anzeichen für Vitaminmangel.
- Vitamin-A-Mangel führt zu Nachtblindheit und geschwächtem Immunsystem.
- Vitamin-E-Defizite verursachen Muskelprobleme und neurologische Störungen.
- Bei Mangel an B-Vitaminen leiden Pferde unter Appetitlosigkeit und Koordinationsstörungen.
Natürliche Vitaminquellen in der Pferdefütterung
Für eine optimale Vitaminversorgung des Pferdes sollten natürliche Futterquellen stets die Basis der Ernährung bilden. Frisches Gras, qualitativ hochwertiges Heu und verschiedene Kräuter liefern ein breites Spektrum an Vitaminen, insbesondere die wichtigen B-Vitamine und Vitamin E. Während der Weidesaison können Pferde durch den Verzehr frischer Gräser ihren Bedarf an Vitamin A in Form von Beta-Carotin problemlos decken, was besonders für die Augengesundheit und das Immunsystem essentiell ist. In den Wintermonaten bieten sich Karotten, Äpfel und spezielle Kräutermischungen als wertvolle Ergänzung an, um einem Vitaminmangel vorzubeugen. Die gezielte Fütterung von Leinsamen, Sonnenblumenkernen und Bierhefe kann zudem als natürliche Quelle für die Vitamine E, D und den B-Komplex dienen, was besonders bei älteren Pferden oder Hochleistungspferden relevant ist.
Frisches Weidegras enthält die höchste Konzentration an natürlichen Vitaminen, insbesondere Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A).
Bei reiner Heufütterung können die Vitamine A, D und E nach 6-9 Monaten Lagerung um bis zu 80% reduziert sein.
Eine abwechslungsreiche Fütterung mit verschiedenen Kräutern, Obst und Ölsaaten deckt den Großteil des Vitaminbedarfs auf natürliche Weise.
Supplementierung: Wann sind Vitaminzusätze sinnvoll?
Eine gezielte Supplementierung von Vitaminen ist bei Pferden dann ratsam, wenn die Grundversorgung durch natürliches Futter nicht ausreichend gewährleistet werden kann. Besonders in Zeiten erhöhter Belastung, wie intensivem Training, Wettkampfphasen oder während der Zucht, benötigen Pferde häufig eine zusätzliche Vitaminzufuhr in Form hochwertiger Präparate, ähnlich wie Menschen bei der Auswahl von hochwertigem Material auf Qualität achten. Vor jeder Supplementierung sollte jedoch eine gründliche Analyse der bestehenden Fütterung erfolgen, um Überversorgung zu vermeiden und gezielt nur die tatsächlich fehlenden Nährstoffe zu ergänzen.
Häufige Fragen zu Pferdevitaminen
Welche Vitamine sind für Pferde besonders wichtig?
Für die Pferdegesundheit sind vor allem die Vitamine A, D, E und die B-Komplexe unverzichtbar. Vitamin A unterstützt die Sehkraft und das Immunsystem, während Vitamin D für den Kalziumstoffwechsel und gesunde Knochen sorgt. Vitamin E wirkt als Antioxidans und schützt die Zellmembranen. Die B-Vitamine sind essentiell für den Energiestoffwechsel und die Nervenfunktion. Bei artgerechter Haltung mit Weidegang und hochwertigem Raufutter ist die Grundversorgung mit Mikronährstoffen meist gewährleistet. Pferde mit erhöhtem Bedarf – etwa Sportpferde, tragende Stuten oder Senioren – profitieren jedoch von gezielter Supplementierung mit speziellen Nährstoffpräparaten.
Woran erkenne ich einen Vitaminmangel bei meinem Pferd?
Vitamindefizite bei Pferden äußern sich durch verschiedene Symptome. Bei Mangel an fettlöslichen Vitaminen können stumpfes, glanzloses Fell, schlechte Fellwechsel, brüchige Hufe oder reduzierte Immunabwehr auftreten. Fehlen B-Vitamine, zeigen sich oft Leistungsabfall, Gewichtsverlust oder neurologische Auffälligkeiten. Ein Biotin-Mangel manifestiert sich durch Hufprobleme wie Hornrisse oder brüchiges Material. Stressanfälligkeit und verzögerte Regeneration können auf fehlendes Vitamin E hindeuten. Bei Zuchtpferden führen Nährstoffdefizite zu Fruchtbarkeitsproblemen. Wichtig: Viele dieser Anzeichen überschneiden sich mit anderen Erkrankungen, weshalb bei Verdacht immer der Tierarzt konsultiert werden sollte, der gegebenenfalls eine Blutanalyse zur Bestimmung der Versorgungslage durchführen kann.
Wie unterscheiden sich natürliche und synthetische Vitaminpräparate für Pferde?
Natürliche Vitaminquellen für die Pferdefütterung stammen aus pflanzlichen Ausgangsstoffen und enthalten oft begleitende Cofaktoren, die die Bioverfügbarkeit erhöhen können. Sie sind in der Regel komplexer aufgebaut und entsprechen eher der natürlichen Nahrungsform. Synthetische Mikronährstoffe werden hingegen laborchemisch hergestellt, sind kostengünstiger und ermöglichen eine exakte Dosierung. Die Bioverfügbarkeit variiert je nach Vitamin: Bei Vitamin E zeigt die natürliche d-alpha-Tocopherol-Form eine bessere Wirksamkeit als das synthetische dl-alpha-Tocopherol. Bei wasserlöslichen B-Vitaminen ist der Unterschied oft geringer. Entscheidend für die Ergänzungsfütterung ist weniger der Ursprung, sondern vielmehr die bedarfsgerechte Dosierung und Ausgewogenheit der Nährstoffpräparate im Gesamtkontext der Pferdenahrung.
Kann ich Pferdevitamine überdosieren und welche Folgen hätte das?
Eine Überdosierung von Pferdevitaminen ist tatsächlich möglich und kann ernste gesundheitliche Probleme verursachen. Besonders bei fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) besteht Risikopotenzial, da diese im Körperfett gespeichert werden und sich anreichern können. Eine Hypervitaminose A kann zu Knochenveränderungen, Hautproblemen und neurologischen Störungen führen. Zu viel Vitamin D stört den Kalziumhaushalt und kann Verkalkungen in Weichteilen und Nierenschäden verursachen. Wasserlösliche Vitamine wie der B-Komplex werden zwar überwiegend ausgeschieden, doch auch hier sind bei massiver Überversorgung Nebenwirkungen möglich. Daher gilt bei Nahrungsergänzungsmitteln: Stets die empfohlene Dosierung beachten, Kombinationspräparate berücksichtigen und idealerweise vor jeder Supplementierung den tatsächlichen Bedarf des Pferdes durch Fachpersonal ermitteln lassen.
Welche Vitamine sollten Sportpferde zusätzlich erhalten?
Sportpferde haben aufgrund intensiver Belastung einen erhöhten Nährstoffbedarf. Besonders wichtig sind Vitamin E und Selen als Antioxidantien, die die Muskelzellen vor trainingsinduziertem oxidativem Stress schützen und die Regeneration fördern. Der B-Vitamin-Komplex unterstützt den gesteigerten Energiestoffwechsel, wobei insbesondere Vitamin B1 (Thiamin) für die Nervenfunktion und den Kohlenhydratstoffwechsel entscheidend ist. Vitamin C kann bei intensiver Belastung zur Stärkung der Immunabwehr beitragen, obwohl Pferde es normalerweise selbst synthetisieren können. Leistungspferde profitieren zudem von ausreichend Biotin für gesunde Hufe, da diese enormen Belastungen standhalten müssen. Die Ergänzungsfütterung sollte dabei immer individuell an Trainingsintensität, Haltungsform und Grundration des Athleten angepasst werden.
Wie sinnvoll sind kombinierte Vitamin-Mineral-Präparate für die Pferdefütterung?
Kombinierte Vitamin-Mineral-Präparate bieten den Vorteil einer ausgewogenen Nährstoffzusammensetzung, bei der Wechselwirkungen bereits berücksichtigt sind. Diese Komplexprodukte vereinfachen die Ergänzungsfütterung erheblich, da nicht mehrere Einzelsupplemente verabreicht werden müssen. Für Basisversorgung und Ausgleich leichter Defizite sind sie gut geeignet. Allerdings liegt hier auch ein Nachteil: Die Standardisierung erlaubt keine individuelle Anpassung einzelner Mikronährstoffe. Bei spezifischen Mängeln oder besonderen Anforderungen – etwa bei Zuchtpferden oder bei Stoffwechselerkrankungen – kann daher eine gezieltere Supplementierung mit Einzelpräparaten sinnvoller sein. Entscheidend für die Wahl des richtigen Nahrungsergänzungsmittels ist die Analyse der Grundfuttermittel sowie die Berücksichtigung von Alter, Nutzungsart und gesundheitlichem Status des Pferdes.











